THESES: Therapie von Sprachentwicklungsstörungen bei Kindern

Wir führen eine Studie zur Wirksamkeit verschiedener Sprachtherapiesettings (ambulante Standard-Einzeltherapie, Kleingruppenintensivtherapie und Online-Therapie) für die Behandlung von Sprachentwicklungsstörungen im Vorschulalter durch. Wir möchten herausfinden, wie wirksam extensive Therapien (1x pro Woche), intensive Therapien über einen kurzen Zeitraum (6 Wochen, 3x pro Woche) oder online-Therapien (1x pro Woche) sind. Aus der Stottertherapie ist bekannt, dass Intensivtherapie und Gruppentherapie wirkungsvoller sind als extensive Therapie und Einzeltherapie. Es ist unbekannt, ob das auf die Therapie von Sprachentwicklungsstörungen übertragbar ist.

Die Studie wird durch die Albert und Barbara von Metzler-Stiftung gefördert.

Sie haben Interesse an der Studie teilzunehmen?

Wenn Sie Interesse an einer Teilnahme haben, können Sie per E-Mail unter theses-studie(at)­ukmuenster(dot)­de oder unter der Telefonnummer T +49 (0)251 83-57985 Näheres zu dieser Studie erfahren.

Teilnehmer/innen

  • Kinder mit Sprachentwicklungsstörungen, die nur oder hauptsächlich Deutsch sprechen
  • Alter:  3,5 bis 6 Jahre alt
  • noch nie oder in den letzten 3 Monaten keine Sprachtherapie erhalten
  • Keine weiteren Erkrankungen haben, z.B. Autismus, Stottern

Rahmenbedingungen

  • Teilnehmende Kinder erhalten 20 logopädische Behandlungen in dem jeweiligen Setting: Standard-Einzeltherapie, intensive Kleingruppentherapie oder Online-Einzeltherapie.
  • Es finden insgesamt drei Testungen statt: Zum Studienbeginn werden eine Hörprüfung, eine Sprachuntersuchung und eine ärztliche Untersuchung durchgeführt. Diese Untersuchungen sind für die Indikation einer Sprachtherapie immer erforderlich. Wenn noch nicht vorliegend, wird zusätzlich eine Entwicklungsdiagnostik gemacht.
  • Nach zwölf Wochen und nach einem Jahr wird die Sprachuntersuchung wiederholt.
  • Ein Teil der Kinder kann zusätzlich am EEG-Teil der Studie teilnehmen.
  • Genehmigung der Ethikkommission Westfalen/Lippe liegt vor.
 
 
 
 

Kontakt

Ansprechpartnerinnen

Univ.-Prof. Dr. med. Katrin Neumann
Klinikdirektorin und Leiterin der Studie

Denise Siemons-Lühring
Logopädin und wissenschaftliche Mitarbeiterin